horandner 500px

Holzvergaser erreicht 50.000 Betriebsstunden 

So manch einer war doch skeptisch als Wolfgang Hörandner, als einer der Ersten in Oberösterreich, auf eine holzbasierte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage setzte. Die Entscheidung hat der Pionier nicht bereut.

Aus Hackschnitzel 3,4 Mio kWh Wärme und 1,3 Mio. kWh Strom erzeugt

 

Über 3,4 Millionen Kilowattstunden Wärme und 1,3 Millionen Kilowattstunden Strom hat Hörandner mit der 30 kW Holz-Kraft-Anlage der Firma Spanner Re² GmbH aus Niederbayern von 2010 bis 2016 bereits erzeugt. Und eines ist sicher: Die patentierte Holz-Kraft-Technologie hat sich mehr als bewährt. Denn die wärmegeführte Anlage weist Anfang 2017 eine Betriebszeit von fast 50.000 Stunden auf, das entspricht einer jährlichen durchschnittlichen Laufzeit von über 7.000 Stunden.  

Wärme zu 100 % genutzt, Strom aus Holzvergaser wird eingespeist

„Wir nutzen unsere umweltfreundlich erzeugte Wärme zu 100 Prozent“, berichtet der Landwirt. Verwendet wird die Wärme zum einen für die Trocknung von Getreide, Kräuter, Mais, Holz und Apfeltrester, zum anderen werden in der kalten Jahreszeit zwei Einfamilienhäuser sowie ein Poolhaus und ein Teil der Stallungen für die Milchkühe beheizt. Den quasi „nebenbei“ erzeugten Strom speisen Höranders ins öffentliche Stromnetz ein und beziehen dafür eine Vergütung.

Holz - ein Energieträger aus der Region

Den Brennstoff für die Spanner Re² Holz-Kraft-Anlage bezieht die Familie zu 80 Prozent aus dem eigenen Wald. 20 Prozent werden zugekauft und anschließend frisch gehackt. Die Hackschnitzel haben im rund 50 Kubikmeter großen Bunker einen Wassergehalt zwischen zehn und zwölf Prozent – „das ist für einen reibungslosen Betrieb sehr wichtig“, erklärt Hörandner. „Natürlich nutzen wir die Wärme auch gleich für das Trocknen unserer Hackschnitzel, aber auch Scheitholz veredle ich somit, was ich dann verkaufe“. Neben dem niedrigen Wassergehalt wird auch darauf geachtet, dass die Qualität der Hackschnitzel stimmt: „Verunreinigungen wie Erde oder Steine mag die ´heiße Resi´ – wie Wolfgang Hörandner seine Anlage liebevoll getauft hat – nicht. Mit einem regionalen Brennstoff nachhaltig Energie zu erzeugen, ist für mich nach wie vor zukunftsweisend“, so Hörandner.